Wenn wir an einer Wegscheide den einen Weg wählen, sollten
wir uns nicht mehr mit
den Dingen beschäftigen und belasten, die auf dem anderen Weg zu finden
gewesen wären
"
Aus meiner therapeutischen Ausbildung
Praxis Lebenswege
Dieser Titel ist programmatisch gewählt. Wir alle befinden uns auf unserem
Lebensweg. Dieser Weg führt jedoch selten nur geradeaus. Er leitet uns
oft auch auf Umwege, in Sackgassen, über Berge und manches Mal durch tiefe
(dunkle) Täler.
Manchmal gelingt uns eine Kurskorrektur, wie bei einem Schiff, das wieder auf
den richtigen Kurs gebracht wird. Ein anderes Mal verlieren wir die Orientierung
und fühlen uns wie umher getrieben oder -gestoßen. Ziel meiner Arbeit
ist es, einen Blick für diesen Weg zu bekommen.
- Wann verlasse ich die eingeschlagene Richtung, wann muss ich den Kurs neu
bestimmen?
- Muß ich immer über den Berg oder kämpfen wie Sysiphos mit
seinem riesigen Stein?
- Oder gibt es nicht auch mal einen leichten Weg um den Berg herum?
- Wenn ich das Gefühl habe, in der Talsohle zu sein, wie kann ich den
Weg hinaus finden?
- Oder kann ich es annehmen, das ein Stück meines Weges eben über
den beschwerlichen Berg führt?
- Wie kann ich mit meiner positiven Lebensenergie im Einklang sein, auch
wenn äußeren Bedingungen manchmal nicht optimal sind?
Zentral für mich ist folgendes: Bei all meinen Entscheidungen auf meinem
Weg habe ich jeden Tag - bewusst und unbewusst - Wahlmöglichkeiten:
- Mache ich so weiter wie bisher oder ändere ich den Kurs? Ändere
ich ihn um 180 Grad oder nur ein bisschen?
- Übernehmen andere die Richtung meines Weges oder entscheide ich selber?
- Wenn ich entscheide, wähle ich die gute Erfahrung meiner Wahl oder
die schlechte?
- Klage ich lieber über mein Schicksal oder nehme ich mein Leben in die
Hand und versuche eine Änderung herbei zu führen?
- Kann ich die Verantwortung für die gewählten Entscheidungen, für
den eingeschlagenen Weg übernehmen oder sind "immer die anderen
Schuld"?
- Kenne ich die großen und kleinen Ziele meines Lebens, die ich auf
meinem Weg anstrebe oder fühle ich mich "getrieben"?
Wählen heißt leben, heißt für mich, sich bewusst in den
Strom des Lebens einzuordnen. Das heißt, meine Begrenzungen und meine
Realität anzuerkennen, aber auch gleichzeitig meine Chancen und Potentiale
zur Veränderung zu nutzen.
Leben heißt wählen, denn wenn wir nicht "gelebt" werden
wollen, liegt es bei uns, die großen und kleinen Entscheidungen unseres
Lebens bewusst selbst zu treffen. Wer nicht selbst handelt, wird behandelt.